Jugendfußball

DFB Junior Coach beim SV Ennetach

16 Jugendliche nehmen erfolgreich am Lehrgang zum DFB Junior Coach teil.

Nachwuchs für die Trainerbank: DFB-Junior-Coach-Ausbildung begeistert junge Fußballer in Ennetach

Fünf Tage voller Fußball, Fachwissen und Verantwortung: In Kooperation mit dem Gymnasium Mengen wurden vom 19. bis 23. Oktober 2026 in Ennetach junge Nachwuchstrainer ausgebildet. Besonders erfreulich war die große Beteiligung aus den eigenen Reihen der SG Scheer/Ennetach und ihres Kooperationspartners SG Hohentengen/Ölkofen/Hundersingen.

Ennetach. Wer Fußball liebt, möchte meist selbst auf dem Platz stehen, Tore schießen, Zweikämpfe gewinnen und gemeinsam mit seiner Mannschaft Erfolge feiern. Doch Fußball lebt nicht nur von den Spielerinnen und Spielern, sondern ebenso von den Menschen, die sich an der Seitenlinie engagieren, Trainingseinheiten vorbereiten und junge Talente auf ihrem sportlichen und persönlichen Weg begleiten. Um genau diesen Nachwuchs zu fördern, fand vom 19. bis 23. Oktober 2026 in Ennetach eine Ausbildung zum DFB-Junior-Coach in Kooperation mit dem Gymnasium Mengen statt.

Während der fünftägigen Ausbildungswoche erhielten fußballbegeisterte Jugendliche die Möglichkeit, einen ersten Einblick in die vielfältigen Aufgaben eines Fußballtrainers zu gewinnen. Dabei ging es um weit mehr als die Frage, wie eine gute Trainingseinheit aufgebaut wird. Die Teilnehmer beschäftigten sich auch mit der Verantwortung, die ein Trainer übernimmt, dem Umgang mit Kindern und Jugendlichen sowie der Bedeutung von Teamgeist, Fairness und gegenseitigem Respekt.

Was steckt hinter dem DFB-Junior-Coach?

Der DFB-Junior-Coach ist ein Qualifizierungsangebot des Deutschen Fußball-Bundes, das sich insbesondere an fußballbegeisterte Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren richtet. Ziel des Programms ist es, junge Menschen frühzeitig für eine Tätigkeit als Trainer zu begeistern und ihnen das notwendige Grundlagenwissen für ihre ersten Schritte im Trainingsbetrieb zu vermitteln.

Die Ausbildung umfasst insgesamt 40 Lerneinheiten und bildet einen Einstieg in die Trainerqualifizierung. Sie orientiert sich am DFB-Basis-Coach und legt einen besonderen Schwerpunkt auf den Schul- und Kinderfußball. Die Teilnahme ist kostenlos. Nach erfolgreichem Abschluss können die Jugendlichen beispielsweise als Co-Trainer einer Jugendmannschaft mitwirken, eigene erste Trainingserfahrungen sammeln oder Fußballangebote an ihrer Schule unterstützen.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht allein die Vermittlung fußballfachlicher Kenntnisse. Die Jugendlichen sollen auch lernen, Verantwortung zu übernehmen, Gruppen anzuleiten und als Vorbilder aufzutreten. Denn wer eine Mannschaft trainiert, muss nicht nur sportliche Inhalte vermitteln können, sondern auch zuhören, motivieren, Entscheidungen treffen und mit unterschiedlichen Persönlichkeiten umgehen können.

Vom Spieler zum Trainer – eine neue Perspektive

Im Laufe der Ausbildungswoche erhielten die Teilnehmer Einblicke in die Grundlagen einer altersgerechten Trainingsgestaltung. Sie lernten, wie abwechslungsreiche Trainingseinheiten geplant und durchgeführt werden und wie sich Übungen und Spielformen an die Fähigkeiten und den Entwicklungsstand der Kinder anpassen lassen.

Ein wichtiger Bestandteil ist dabei die Freude am Fußball. Kinder und Jugendliche sollen möglichst viel in Bewegung sein, zahlreiche Ballkontakte bekommen und durch spielerische Übungen ihre Fähigkeiten verbessern. Ein gutes Training bedeutet deshalb nicht einfach, möglichst viele Übungen aneinanderzureihen. Vielmehr kommt es darauf an, die Spieler aktiv einzubinden, Erfolgserlebnisse zu ermöglichen und gleichzeitig sportliche Herausforderungen zu schaffen.

Darüber hinaus spielen die Persönlichkeit des Trainers und seine Wirkung auf die Mannschaft eine entscheidende Rolle. Wie gebe ich hilfreiches Feedback? Wie gehe ich mit Fehlern um? Wie lassen sich Konflikte fair lösen? Und wie schaffe ich es, dass sich alle Kinder als Teil der Mannschaft fühlen? Mit solchen Fragen beschäftigt sich die Ausbildung ebenso wie mit organisatorischen Aufgaben und der Kommunikation im Fußballalltag.

Die Jugendlichen lernen dadurch, den Sport aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Aus Spielern, die bisher vor allem Anweisungen befolgt haben, können junge Menschen werden, die selbst Verantwortung übernehmen, Trainingsinhalte vermitteln und andere für den Fußball begeistern.

Acht Teilnehmer aus den eigenen Reihen – ein starkes Zeichen für die Jugendarbeit

Eine besondere Freude war für die Verantwortlichen der SG Scheer/Ennetach die Beteiligung von gleich acht Teilnehmern aus den eigenen Reihen beziehungsweise aus den Reihen des Kooperationspartners SG Hohentengen/Ölkofen/Hundersingen.

Diese Zahl ist ein wichtiges Zeichen für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit und zeigt, dass sich junge Fußballer nicht nur für das eigene Spiel interessieren, sondern auch bereit sind, sich über ihre Rolle als Spieler hinaus einzubringen. Gerade im Jugendfußball sind engagierte Nachwuchstrainer eine wertvolle Unterstützung. Sie kennen den Alltag einer Mannschaft aus eigener Erfahrung, verstehen die Interessen ihrer Altersgenossen und können jüngeren Spielern auf Augenhöhe begegnen.

Für die SG Scheer/Ennetach und ihren Kooperationspartner bietet sich damit die Chance, junge Menschen frühzeitig an die Vereinsarbeit heranzuführen und sie auf ihrem weiteren Weg zu begleiten. Vielleicht steht bei dem einen oder anderen zunächst nur das Interesse an einer zusätzlichen Qualifikation im Vordergrund. Aus dieser ersten Erfahrung kann sich jedoch langfristig eine wichtige Aufgabe im Verein entwickeln – als Co-Trainer, Jugendtrainer oder engagierter Helfer bei Veranstaltungen und Trainingsangeboten.

Gerade vor dem Hintergrund, dass viele Sportvereine auf ehrenamtliches Engagement angewiesen sind, ist es wichtig, junge Menschen nicht nur für den Fußball zu begeistern, sondern ihnen auch Perspektiven für eine aktive Mitarbeit aufzuzeigen. Die Ausbildung zum DFB-Junior-Coach setzt genau hier an.

Schule und Verein ziehen an einem Strang

Die Kooperation mit dem Gymnasium Mengen verdeutlicht, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Sportvereinen ist. Beide Seiten verfolgen das gemeinsame Ziel, junge Menschen in ihrer Entwicklung zu unterstützen, ihnen neue Erfahrungen zu ermöglichen und sie für Bewegung und Sport zu begeistern.

Während die Schule einen wichtigen Zugang zu fußballinteressierten Jugendlichen bietet, können die Vereine die erlernten Inhalte in der Praxis aufgreifen und den Nachwuchstrainern erste Einsatzmöglichkeiten eröffnen. So entsteht eine Verbindung zwischen schulischer Qualifizierung und ehrenamtlichem Engagement im Verein.

Die Jugendlichen profitieren dabei nicht nur sportlich. Wer eine Gruppe anleitet, lernt, verständlich zu kommunizieren, sich auf andere einzustellen und Verantwortung zu übernehmen. Fähigkeiten wie diese sind nicht nur auf dem Fußballplatz gefragt, sondern helfen auch im schulischen Alltag, in der Ausbildung und im späteren Berufsleben.

Der DFB-Junior-Coach ist somit mehr als eine reine Fußballausbildung. Er vermittelt Kompetenzen, die junge Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung stärken und sie ermutigen, sich aktiv in die Gemeinschaft einzubringen.

Ein erster Schritt auf einem möglichen Trainerweg

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildungswoche erhalten die Jugendlichen eine Grundlage, auf der sie ihre ersten Erfahrungen als Trainer sammeln können. Der Lehrgang ist zugleich ein möglicher Einstieg in die weitere Trainerqualifizierung: Im Anschluss besteht die Möglichkeit, den Weg zur Trainer-C-Lizenz einzuschlagen.

Für die SG Scheer/Ennetach und die SG Hohentengen/Ölkofen/Hundersingen liegt der besondere Wert jedoch nicht allein in einer möglichen weiteren Lizenz. Entscheidend ist vielmehr, dass junge Menschen Interesse daran entwickeln, den Fußball aktiv mitzugestalten und etwas von ihrer eigenen Begeisterung an die nächste Generation weiterzugeben.

Die acht Teilnehmer aus dem eigenen Umfeld sind deshalb ein erfreuliches Signal. Sie zeigen, dass die Zukunft des Jugendfußballs nicht nur von neuen Spielern abhängt, sondern ebenso von jungen Menschen, die bereit sind, sich für ihre Mannschaften und Vereine einzusetzen.

Die Ausbildungswoche in Ennetach hat dafür einen wichtigen Impuls gegeben. Nun gilt es, das erworbene Wissen mit Leben zu füllen, praktische Erfahrungen zu sammeln und die Jugendlichen auf ihrem weiteren Weg zu unterstützen.

Denn eines ist klar: Gute Jugendarbeit beginnt nicht erst auf dem Spielfeld. Sie lebt von Menschen, die sich engagieren, Verantwortung übernehmen und anderen die Möglichkeit geben, sich sportlich und persönlich weiterzuentwickeln. Mit der Kooperation zwischen dem Gymnasium Mengen und den beteiligten Fußballvereinen wurde dafür ein wichtiger Beitrag geleistet.

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